Das richtige Verhältnis von Rendite und Risiko

Im Folgenden möchte ich Ihnen aufzeigen, wie Sie die für sich passende Anlagestrategie und –Struktur ermitteln.
Da jeder Anleger unterschiedliche Ziele verfolgt, ist eine individuelle Anlagestrategie von besonderer Bedeutung. Grundlegend ist diese von zwei Faktoren abhängig. Zum einen von Ihrer individuellen Risikopräferenz und zum anderen von dem geplanten Anlagezeitraum. Also bis wann Sie das angelegte Geld wieder benötigen.
Die individuelle Risikopräferenz beschreibt, wie leicht sich der Anleger tut, trotz Kursschwankungen die gewählte Anlagestrategie konsequent durchzuziehen. Es gibt Anleger, die schon bei Kursverlusten von 10% unruhig schlafen. Umgekehrt gibt es aber auch Anleger, die selbst größeren Kursverlusten etwas positives abgewinnen, da sie günstig zusätzliche Gelder anlegen können.
Weiterhin ist der geplante Anlagezeitraum von besonderer Bedeutung. Trotz einer durchschnittlichen Renditeerwartung am Kapitalmarkt von 5 – 7 % kann es kurzfristig in Krisenzeiten zu stärkeren Kursrückschlägen kommen. Diese lassen langfristige Anleger idealerweise völlig unberührt, da diese sich einfach aussitzen lassen. Je länger Sie planen Ihr Geld anzulegen, desto mehr Zeit geben Sie Ihrer Geldanlage um eventuelle Kursverluste wieder auszugleichen. So können Sie dementsprechend ein höheres Risikolevel in Kauf nehmen und erzielen damit langfristig höhere Renditen.
Bezogen auf die Geldanlage beschreibt die Anlagestrategie das Verhältnis zwischen dem risikoreichen Anteil (Aktien) und dem risikoarmen Anteil (Anleihen). Je offensiver die gewählte Anlagestrategie, desto höher der Aktienanteil. Somit steigt die Wertschwankung, also die Chance auf mehr Rendite und gleichzeitig das Risiko einer kurzfristigen Wertminderung.
Die folgende Tabelle bietet Ihnen eine Orientierung, um sich in Abhängigkeit von Ihrer persönlichen Risikopräferenz für eine Anlagestrategie zu entscheiden.
Wenn Sie beispielsweise eine kurzfristige Wertminderung von maximal 30% “ertragen” würden, bietet sich die Anlagestrategie 5 an. Die maximal betrachtete Wertminderung innerhalb eines 12-Monats-Zeitraum betrug historisch genau 30%. Dies war übrigens im Herbst 2008, also nach Ausbruch der Finanzkrise. Auch wenn diese Marke in Zukunft theoretisch nochmals überschritten werden könnte, so erlaubt es eine gute Einschätzung darüber, welche kurzfristigen Wertschwankungen im Krisenfall auszuhalten wären.
Wie lange hat es aber gedauert, diese Verluste wieder auszugleichen ?
Alle unten gezeigten Anlagestrategien haben sich in weniger als 3 Jahren wieder auf den Stand von vor der Krise erholt. Das „Aussitzen“ hat sich bisher also auf jeden Fall immer gelohnt.
Ich hoffe Ihnen hiermit bei der Entscheidung für die richtige Anlagestrategie geholfen zu haben.
Bei Unklarheiten schreiben Sie mir gerne zurück.
Viele Grüße
Tilmann Speck

Quelle: Dimensional, Ginmon, Plan F

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