DAX 10.000 ! Kommt Ihnen das bekannt vor?

DAX über 10.000 Punkte! Diese Schlagzeile gab es am 5. Juni 2014 erstmals. Und exakt da ist
der Deutsche Aktienindex am 7. Oktober 2015 erneut gelandet. Nur der Vollständigkeit halber:
Am 5. Dezember 2014 und am 15. Januar 2015, sowie am 28. August 2015 haben wir ebenfalls
die 10.000 Punkte überschritten. Ein harter Kampf an der allenfalls psychologisch wichtigen
Marke. Interessanterweise sehen wir den aktuellen Anstieg inmitten einer globalen Diskussion
um schwächeres Weltwirtschaftswachstum, einem unklaren chinesischen Wachstumspfad und
unklaren Zinssignalen aus den USA.
Bezeichnenderweise lässt sich ein Wendepunkt jüngst an dem Tag ausmachen, an dem der DAX auf die schwachen Wirtschaftszahlen aus den USA innerhalb einer Sekunde empfindlich negativ reagiert, um dann zu realisieren, dass damit die FED für weitere Stimulanzien sorgen sollte.

Konsequenz: Die schwachen Wirtschaftsdaten werden positiv gedeutet. Das ist Börse! In dieser Gemengelage würde es uns nicht wundern,wenn viele Anleger den Wiedereinstieg, den sie vor Monaten bei Kursrücksetzern gepredigt haben, einmal mehr verpassen. Unterdessen vermeldet die Fondsbranche weltweit positive Zahlen:
Die aktuellen Ergebnisse der Boston Consulting Group aus dem Global Asset Management
Report 2015 sind eindeutig: Das weltweite verwaltete Vermögen der Branche ist im Jahr
2014 auf ein Rekordhoch gestiegen. Und die laufenden Zahlen des Jahres 2015 legen nahe,
dass dies noch einmal getoppt wird. Das globale Bild spiegelt sich auch national bei den
deutschen Mittelaufkommen wieder. So vermeldet der Bundesverband (BVI) für das erste
Halbjahr ein Mittelaufkommen von 109 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2014 waren
es 116 Milliarden Euro. Und ungebrochen ist der Trend zu Mischfonds (Multi-Asset-Fonds).
Alleine diese Fondsgattung sammelte im ersten Halbjahr knapp 27 Mrd. Euro ein und ist damit
der absolute Spitzenreiter bei den Neuanlagen. Kleines Bonmot am Rande: Nach Angaben
von Boston Consulting sind in allen Fondskategorien die durchschnittlichen Kosten der Fonds
gesunken oder gleich geblieben, lediglich die Multi Asset Fonds haben Kostensteigerungen
von 3-4 % zu verzeichnen. Einen nach unserer Meinung nach sehr interessantem Unterschied
zwischen den USA, Europa und den asiatischen Investoren gibt es: Während die Europäer im
Schwerpunkt auf Mischfonds gesetzt haben, investierten die Amerikaner das meiste Geld in
Large Cap Aktienfonds und die Asiaten – man höre und staune – in Geldmarktfonds. Ob daran
die hohe Sparquote in Asien schuld ist oder das Wissen um die Krisen in den heimischen Börsen
bleibt dabei unerwähnt. Das zweite Halbjahr 2015 wird mit Sicherheit die Mittelzuflüsse in der
deutschen Landschaft verändern, denn die Monate August und September haben ihrem saisonalen Ruf als die schlechtesten Börsenmonate alle Ehre gemacht. Da gleichzeitig die Rentenmärkte ihren Status als sichere Häfen verloren haben, kommen so einige Mischfonds ins Straucheln. Gewinner sind die Mischfonds 2.0 – die nicht nur über Asset Klassen, sondern auch über Instrumente (long/short) mehrdimensional zusätzlich in Währungen, Rohstoffen und Timing Modellen investieren.
Wie die meisten von Ihnen schon wissen, haben wir speziell für dieses Thema das Portfolio Stabilität bei der Bank für Vermögen AG initiiert.
Doch vorher wollen wir Sie daran erinnern, dass die Jahresendrally statistisch betrachtet circa acht bis zehn Wochen vor Jahresende startet. Vergessen Sie folglich nicht, Ihre Investitionen rechtzeitig zu tätigen.

Quelle: Greiff Capital, Plan F GmbH