Vom Greferendum zum Tsiprexit

Am Wochenende hat die griechische Regierung gezeigt, dass es ihr ernst ist mit dem Ruf „Sieg oder Untergang“. Da ein Sieg angesichts der Inkompetenz ausgesprochen unwahrscheinlich ist, werden wir in den nächsten zwei bis drei Wochen wohl eine neue Regierung in Griechenland haben.
 
Zwei Varianten – eine Lösung!
Betrachtet man die Lage nüchtern und mit etwas Weitblick, so gibt es zwei Varianten und eine Lösung:

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[su_column size=“1/2″] Variante 1:
Nach einigem hin und her geht Griechenland in irgendeiner Form in eine Art „Konkurs“ und scheidet aus der Eurozone aus. Sämtliche Kredite sind wahrscheinlich endgültig weg, de facto waren sie ohnehin schon uneinbringlich. Der Vorteil dabei: Es fließen vorerst keine neuen Milliarden an Hilfsgeldern in ein „Fass ohne Boden“. Nach kurzen Turbulenzen werden die meisten erkennen, dass das kein weiterer Schaden ist. Alle Länder der Eurozone erhalten das deutliche Signal, dass sie einigermaßen solide wirtschaften müssen, um von der Staatengemeinschaft unterstützt zu werden. Somit wird es einen zweiten Fall „Griechenland“ vermutlich so schnell nicht mehr geben. Das Solidaritätsprinzip in Europa wird wieder einen höheren Stellenwert bekommen.
Die Märkte sollten schnell erkennen, dass eine Eurozone „ohne Griechenland“ eine gute Lösung ist. Auch für Griechenland selbst wird es ohne Euro langfristig einfacher, solide zu wirtschaften. Natürlich kann Griechenland dann nicht mehr wie bisher weit über seine Verhältnisse leben.
Die Märkte werden zur Tagesordnung übergehen. Sollten wider Erwarten irrationale Bewegungen einsetzten, könnte die EZB sicher massive Unterstützung leisten. Die Märkte sollten sich beruhigen und von einem tieferen Niveau aus wieder steigen. [/su_column]
[su_column size=“1/2″] Variante 2:
Es gibt fünf nach zwölf noch irgendein Agreement und es kommt wieder zu einer Lösung mit faulen Kompromissen. Das wäre zwar grundsätzlich eine schlechte Variante, weil es viele neue Milliarden kostet, für die die Steuerzahler in ganz Europa gerade stehen müssen und die wieder nicht zurückbezahlt werden. Andererseits sollte auch dieses Szenario die Märkte schnell beruhigen und den Kursen wieder zu positiven Entwicklungen verhelfen. [/su_column]
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Fazit:
Kurzfristig können Turbulenzen an den Finanzmärkten auftreten, jedoch stehen die europäischen Unternehmen gut da und früher oder später werden die Unternehmenszahlen für Beruhigung und steigende Kurse sorgen.
So oder so ist die Zuspitzung der Situation mit schwachen Tagen interessant für den besonnen und langfristig orientierten Investor.
Es dürfte wieder die bewährte Börsenweisheit gelten: Schwache Tage sind meist gute Kauftage.

Quelle: Robert Beer, Plan F Research

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