Griechenland: Fauler Kompromiss mit enormen Kosten

Das griechische Drama dürfte seinen Höhepunkt vorläufig überschritten haben. Am Ende steht, wie in unserem Sondernewsletter dargestellt,  ein mehr als fauler Kompromiss mit enormen Kosten für die Gläubiger. Griechenland darf in der Eurozone bleiben und erhält in den nächsten Jahren weitere enorme Milliardenzahlungen. Ein super Deal für Griechenland. Hätten die Griechen vor ihrem Referendum den Reformen zugestimmt, hätten sie die restlichen sieben  Milliarden aus dem zweiten Hilfspaket bekommen.  Jetzt haben sie etwas härtere Auflagen, erhalten aber wahrscheinlich in den nächsten drei Jahren über 80 Milliarden frisches Geld, das natürlich auch niemals zurückbezahlt werden dürfte. Ein absoluter Wahnsinn.

Neue Schwankungen werden kommen

Es wird noch einige Zeit mit positiven und negativen Schlagzeilen dauern, bis alles unter Dach und Fach sein wird. Nach ein paar Tagen heftiger Schwankungen werden die Märkte zum nächsten Thema übergehen. Das könnte zunächst noch einmal die Entwicklung in China sein, dann die mögliche erste Zinsanhebung in den USA und vieles mehr. Die Ukraine und der Nahe Osten sind vorläufig schon wieder vergessen, obwohl sich die Lage nicht grundlegend geändert hat.
Wie schon zu Beginn des Jahres von uns betont, wird es in nächster Zeit keine weitere geradlinige Aufwärtsbewegung geben. Die Märkte werden beeinflusst von den vielfältigsten Themen ordentlich schwanken, vor dem Hintergrund, dass die Märkte nach jahrelangem Anstieg ein gewisses Niveau erreicht haben.

Unternehmen nicht aus dem Blick verlieren!

Entscheidend ist für uns jedoch nur eines: Die großen europäischen Unternehmen verdienen aktuell und höchst wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren sehr gutes Geld. Die Bewertung liegt in der Nähe des historischen Durchschnitts. Bleibt Griechenland im Euro, wird das die Einheitswährung weiter schwächen. Das ist schlecht für das deutsche Gesamtvermögen aber gut für international agierende exportorientierte deutsche bzw. europäische Unternehmen.

Quelle: Plan F Research, Robert Beer

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