Geldanlage: Aktuelle Einschätzung der Kapitalmärkte

Auf den ersten Blick betrachtet scheinen die Aktienmärkte rund um den Globus den jüngsten Kursrutsch schon wieder verdaut zu haben! Allerdings ist es fraglich, ob die Börsen bereits die innere Kraft für einen erneuten dynamischen Aufschwung haben.
So sind die Volatilitätsindizes wie der VDAX noch immer in einem kritischen Bereich, der die anhaltend hohe Nervosität unter den Anlegern erkennen lässt. Dennoch konnte der Kursrutsch an den Börsen die immer noch vorhandene Grundüberzeugung der Anleger für weitere Kursgewinne an den Aktienmärkten kaum erschüttern, wie die sentix-Analysten auf Basis der jügsten Umfragewerte feststellten.
Problematisch ist dieses Mal jedoch die Tatsache, dass diese positive Grundüberzeugung einher geht mit rückläufigen Konjunkturerwartungen für alle Regionen auf der Welt. Der Grund für die schier unerschütterliche, positive Überzeugung der Anleger ist schnell gefunden. Anleger haben
in den letzten Jahren gelernt, dass immer wenn es kritisch wird an den Aktienmärkten die mit Dollar-, Yen- oder Euro-Noten nur so um sich schmeißenden Notenbanken als verlässliche Helfer in Aktion treten.
Wie ein Pawlowscher Hund wurden die Anleger von den Notenbanken geradezu dressiert, jeden Rücksetzer an den Aktienmärkten blind zum Kauf zu nutzen. Und siehe da auch dieses Mal scheint dieses Spiel erneut zu funktionieren, denn die EZB deutete bei ihrer letzten Sitzung eine Ausweitung ihres Anleihekaufprogramms an. Andererseits scheinen sich die Verantwortlichen der amerikanischen Notenbank Fed längst nicht mehr einig zu sein, ob ihre drei QE-Programme tatsächlich die erhoffte Wirkung auf Konjunktur und Inflation entfalten konnten.
MSCI World Index über 5 Jahre:

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Das Wunder von Rebalancing – Antizyklisch investieren bringt nachhaltige Vorteile

In den letzten 15 Jahren waren die Aktienmärkte so volatil wie lange nicht mehr. Heftige Kurseinbrüche, enorme Rallyes und plötzliche Umschwünge waren an der Tagesordnung.   
Teure Werte zu verkaufen und zu kaufen, wenn alle billig sind, wäre eine sinnvolle Vorgehensweise. Das ist aber in der Realität nicht umsetzbar, da die Gefühle der Investoren dagegen wirken und ein rationales Handeln unmöglich macht.
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