Sind börsengehandelte Indexfonds für Privatanleger wirklich so interessant?

1870 machte sich unter Kunstmalern Verzweiflung breit. Der Siegeszug der Fotografie wurde immer offensichtlicher. Spätestens mit der bereits absehbaren Erfindung der Farbfotografie, so die allgemeine Überzeugung, würde die eigene Kunst überflüssig werden. Niemand würde mehr ein Gemälde kaufen oder gar bestellen. Viele mittelmäßigen Maler verloren auch tatsächlich ihr Geschäft. Und es vermisst sie bis heute niemand.
Es gab aber auch Maler, denen die Erfindung nicht geschadet hat. In Paris entstand der Impressionismus, dessen Landschaften und Portraits von keiner Kamera einzufangen waren. Und so änderte sich die Malerei und überhaupt die Kunst zum besseren und ist noch immer nicht untergegangen.
Heute erleben wir wieder eine Technikwelle und diese sorgt wie damals für Angst vor Überflüssigkeit. Dieses Mal ist es die furchterregende Kombination von Big Data und mobilem Internet. Smartphones können alles und ersetzen alles. Ob Personal Trainer, Ernährungsberater oder meine Banküberweisung. Für alles gibt es eine App. Meine Fotos liegen in der Wolke und einen Fotoapparat braucht scheinbar niemand mehr.
Nichts anderes erlebt die Fondsbranche. Viele hatten sich in den letzten Jahrzehnten hier gemütlich gemacht und eine ideenlose Abbildung der Märkte als große Kunst verkauft.
Continue reading

Aktuelles vom KR Fonds Deutsche Aktien Spezial

Im April war mit -1,61% Monatsrendite ein Rückgang zu verzeichnen, der nicht im Zusammenhang mit der allgemeinen Marktentwicklung (CDAX: -3,86%), sondern mit einem unserer Übernahmekandidaten zu sehen ist: Auf die überraschende Ankündigung einer Sonderuntersuchung bei Joyou reagierte der Kurs des zuvor als solider Wachstumstitel angesehenen Badausrüsters mit einem Absturz um gut zwei Drittel auf ca. 5 €. Allerdings ist das tatsächliche Ausmaß der Unregelmäßigkeiten in den chinesischen Tochtergesellschaften unklar. Daher gehen die Einschätzungen der Marktteilnehmer auch weit auseinander. Außerdem stellt sich hier die Frage, wie der japanische Großaktionär LIXIL (72,3% der Aktien) sich positioniert, der erst 2013 nach eingehender Due Diligence die Mehrheit übernommen und ein Angebot zu 12,16 € je Aktie abgegeben hatte.
Erfreulichere Nachrichten gibt es aus zwei abgeschlossenen Spruchverfahren zu laufenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen: Die Abfindung wurden bei Sumida (ehem. Vogt Electronic) von 7,77 € auf 8,26 € und bei MME Moviement von 7,00 € auf 8,63 € nachträglich erhöht (jeweils zuzüglich gesetzlicher Verzinsung). Außerdem wurde in beiden Fällen auch die jährliche Ausgleichszahlung  („Garantiedividende“) angehoben. Bei Sumida hatten wir 2010 die Abfindung angenommen und realisieren ein dementsprechend gebuchtes Nachbesserungsrecht mit Gewinn. In Bezug auf die Garantiedividenden sind spätere Nachbesserungen ohnehin in voller Höhe ertragswirksam.
Bei unserem BuG-Wert GSW haben wir aufgrund der positiven Kursentwicklung die Hälfte des Bestands im Rahmen des bestehenden Umtauschangebot dem Großaktionär Deutsche Wohnen angedient, auch hier entsteht dem Fondsvermögen ein neues Nachbesserungsrecht, da das Umtauschverhältnis ebenfalls unter dem Vorbehalt der gerichtlichen Überprüfung steht.
Trotz des Rückganges im April liegt der Fonds seit Jahresbeginn mit einem Zuwachs von +4,8% im gewünschten Rahmen. Die Korrelation zu deutschen Aktien liegt bei sehr niedrigen 0,0287.

Damit eignet sich der KR Fonds Deutsche Aktien Spezial -A- WKN A1JJ60 optimal als konservativer Aktienfonds-Baustein für jedes Portfolio.

Quelle: Plan F Research, Knoesel & Ronge