Die größten Fehler bei der Geldanlage

Ausschweifung, Maßlosigkeit, Habgier, Faulheit, Zorn, Neid und Hochmut. Die sieben Todsünden lassen sich auch auf das Anlageuniversum übertragen. FundResearch und Aberdeen Asset Management zeigen warnende Beispiele bei der Geldanlage, die jeder Investor beherzigen sollte.
1. Ausschweifung: Der Verlockung schneller Schnäppchen widerstehen
„In unserer schnelllebigen Welt ist der Wunsch nach sofortigem Erfolg eine starke Triebfeder“, erklärt Hartmut Leser, Vorstandsvorsitzender von Aberdeen Asset Management. Von diesem Reiz sollte man sich jedoch besser nicht verleiten lassen. Denn eine langfristige Perspektive, die „die Höhen und Tiefen der Märkte in Jahren misst, ist auf lange Sicht gewinnbringender und kostengünstiger.“  Dazu gehört, wie ein bekanntes Experiment mit Torhütern zeigt, dem Drang zu widerstehen, sofort zu handeln, sobald sich eine neue Situation ergibt. In dem Experiment wiesen Ökonomen nach, dass Torhüter wesentlich erfolgreicher Elfmeterbälle halten könnten, würden sie auch mal in der Mitte stehen bleiben – und nicht in eine Ecke springen. „Das ständige Umschichten zwischen Märkten und Anlageklassen soll aktives Investieren suggerieren, zieht in Wirklichkeit jedoch häufig hohe Verluste sowie leidige Transaktionskosten nach sich.“
Um diese Sünde beim Investieren zu vermeiden, sollten Anleger den Satz: „Ich bin nicht an schnellen Gewinnen interessiert“, beherzigen.
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Geldanlage: Aktuelle Einschätzung der Kapitalmärkte

Auf den ersten Blick betrachtet scheinen die Aktienmärkte rund um den Globus den jüngsten Kursrutsch schon wieder verdaut zu haben! Allerdings ist es fraglich, ob die Börsen bereits die innere Kraft für einen erneuten dynamischen Aufschwung haben.
So sind die Volatilitätsindizes wie der VDAX noch immer in einem kritischen Bereich, der die anhaltend hohe Nervosität unter den Anlegern erkennen lässt. Dennoch konnte der Kursrutsch an den Börsen die immer noch vorhandene Grundüberzeugung der Anleger für weitere Kursgewinne an den Aktienmärkten kaum erschüttern, wie die sentix-Analysten auf Basis der jügsten Umfragewerte feststellten.
Problematisch ist dieses Mal jedoch die Tatsache, dass diese positive Grundüberzeugung einher geht mit rückläufigen Konjunkturerwartungen für alle Regionen auf der Welt. Der Grund für die schier unerschütterliche, positive Überzeugung der Anleger ist schnell gefunden. Anleger haben
in den letzten Jahren gelernt, dass immer wenn es kritisch wird an den Aktienmärkten die mit Dollar-, Yen- oder Euro-Noten nur so um sich schmeißenden Notenbanken als verlässliche Helfer in Aktion treten.
Wie ein Pawlowscher Hund wurden die Anleger von den Notenbanken geradezu dressiert, jeden Rücksetzer an den Aktienmärkten blind zum Kauf zu nutzen. Und siehe da auch dieses Mal scheint dieses Spiel erneut zu funktionieren, denn die EZB deutete bei ihrer letzten Sitzung eine Ausweitung ihres Anleihekaufprogramms an. Andererseits scheinen sich die Verantwortlichen der amerikanischen Notenbank Fed längst nicht mehr einig zu sein, ob ihre drei QE-Programme tatsächlich die erhoffte Wirkung auf Konjunktur und Inflation entfalten konnten.
MSCI World Index über 5 Jahre:
Geldanlage
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Haben Sie Geduld bei Ihrer Geldanlage

Die globalen Finanzmärkte stellen Investoren momentan auf eine harte Probe, da der Fokus immer stärker auf den wirtschaftlichen Aussichten Chinas liegt. Doch obwohl fallende Märkte beunruhigend sein können, kann Ihnen eine langfristige Perspektive dabei helfen, besser mit der erhöhten Volatilität zurechtzukommen.
Normalerweise reagieren Investoren sehr emotional auf verunsicherte Kapitalmärkte. Risikoreiche Wertpapiere werden aufgegeben, wenn die Kurse sinken, und Investoren warten auf mehr „Sicherheit“.
Diese Markttiming-Strategien können unterschiedliche Formen annehmen. Eine Strategie besteht darin, Marktaustritte aufgrund von Vorhersagen und Prognosen zu planen und dadurch genau zu den Zeitpunkten zu verkaufen, wenn die Märkte „überkauft“ sind, und dann wieder einzusteigen, wenn alle Zeichen darauf deuten, dass die Märkte „überverkauft“ sind.
Eine mögliche zweite Strategie besteht darin, die chinesische Wirtschaft, ihre Geldpolitik sowie globalen Handels- und Investmentverbindungen ausführlich zu analysieren und dann im Anschluss verschiedene Szenarien durchzuspielen, wie sich diese Probleme auf die globalen Märkte auswirken könnten.
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