Null Zinsen, Null Inflation, Null Wachstum

Erfolgreich anlegen in einem schwierigen Umfeld!
Vorbei sind die Zeiten, in denen Festgelder und konservative Anleihen einen soliden Beitrag zur Vermögensmehrung leisten konnten. Mittlerweile stellen Geldhäuser erste Überlegungen an, wie sie die Strafzinsen, die sie für geparktes Geld bei der EZB bezahlen müssen, an die Kunden weiterreichen. Auch bei seriösen Anleihen halten Negativzinsen weiterhin Einzug. Skandale der Kategorie „German Pellets“ weisen Anleger immer wieder darauf hin, dass hohe Anleiherenditen in der Regel auch mit hohen Risiken verbunden sind.
Null_Zinsen
Continue reading

Wohin geht der Goldpreis?

Seit den 1970er Jahren bis zur Finanzkrise 2008/2009 bewegte sich der Goldpreis mehr oder weniger im Gleichschritt mit der Inflation. Die seither deutlich gestiegene Verschuldung vieler Länder sowie die schleppende Erholung der Weltwirtschaft hat die Abhängigkeit zwischen den Notierungen für Gold und der Inflation aufgebrochen.
In Zeiten von Nullzinsen greifen Notenbanken vermehrt zu außerordentlichen Maßnahmen, beispielsweise zu Programmen für den Kauf von Anleihen. Ziel dieser monetären Lockerung der Währungshüter ist es dabei, eine drohende Deflation mit allen Mitteln zu verhindern. Die damit einhergehende Geldschwemme führt jedoch nicht nur zur Abschwächung der eigenen Währung, sondern auch zu einem höheren Goldpreis in der jeweiligen Lokalwährung.
Continue reading

Zwischen Inflation und Deflation: mögliche Konsequenzen für Anleger

Monetarismus, eine der einflussreichsten Wirtschaftstheorien des 20. Jahrhunderts, beruht auf der Annahme, dass Inflation durch eine aufgeblähte Geldmenge verursacht wird. Allerdings scheint die Geschichte diese These des amerikanischen Wirtschaftsprofessors Milton Friedman zu widerlegen: Die enorme Liquiditätsschwemme der großen Notenbanken – eine Situation, die dem von Friedman verwendeten Bild von aus einem Helikopter abgeworfenem Geld ähnelt – hat bislang keine erkennbare Wirkung auf das Preisniveau. In einem Umfeld, in dem die Renditen von Staatsanleihen scheinbar unaufhaltsam nach unten tendieren, werden alternative Anlagen unseres Erachtens immer attraktiver. Inflation ist laut dem Nobelpreisträger Friedman «immer und überall ein monetäres Phänomen in dem Sinne, dass sie nur dadurch ausgelöst werden kann, dass die Geldmenge schneller als die reale Wirtschaftsleistung zunimmt» («Gegenrevolution der Geldtheorie», 1970). Gemäß dieser These wäre, angesichts der beispiellosen Liquiditätsspritzen der wichtigsten Notenbanken in den vergangenen Jahren, ein Inflationsschub zu erwarten. Dennoch hält der Trend zu immer niedrigeren Preisen in den entwickelten Volkswirtschaften an, und Inflationsdruck ist nirgendwo spürbar. Bemerkenswerte Ausnahmen in dieser Hinsicht sind einzig Luxusimmobilien, kostbare Weine , Oldtimer und Kunst. Gleichzeitig treiben die außergewöhnlichen Maßnahmen der Zentralbanken die Kurse von Aktien und Anleihen in Höhen, die die Aussichten auf zukünftige Renditen schmälern. Die Beziehung zwischen Inflation, Geldmenge und Wirtschaftsleistung wurde in den frühen 1980er Jahren unwiderruflich aufgelöst, nur rund zehn Jahre nachdem Friedman seine Geldtheorie veröffentlicht hatte. Ein langanhaltender Anstieg der Preise ist aus volkswirtschaftlicher Sicht genauso schädlich wie ein langfristiger Rückgang des Preisniveaus.
Continue reading