Die Normalität von irrationalen Märkten

Der heftige Kurseinbruch zu Beginn des Jahres war für viele unvorstellbar. „Die Märkte sind irrational“, war vielfach zu hören. Als die Kurse am Boden waren, wurden allseits bekannte Gründe wie schwache chinesische Wirtschaft, Eintrübung der Weltkonjunktur, deflationäre Tendenzen, kollabierende Rohstoffpreise, Eurokrise, Flüchtlingskrise, steigenden Zinsen in den USA usw. angeführt.
Doch Gründe werden wie immer den Kursen nachgeliefert und sind längst eingepreist. Tatsache ist, dass es am Markt einen Verkaufsdruck gab, vielleicht von Seiten der Ölstaaten, der nur zu niedrigeren Kursen vom Markt aufgenommen wurde. Im Moment scheint der Verkaufsdruck auszulaufen. Erste langfristig orientierte Investoren nutzen die billigen Kurse bereits zum Einstieg. Medien und viele Marktteilnehmer kommentieren die aktuell steigenden Kurse als „irrational“ im Hinblick auf das „schlechte Umfeld“. In vielen großen Mischfonds wurden die Aktienquoten teilweise auf null heruntergefahren. Die Cashquoten sind sehr hoch. Diese Marktteilnehmer sind die Käufer von morgen. Daher bleiben wir bei unserer Meinung, dass wir uns in einer günstigen Investitionsphase befinden.
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Märkte weiterhin im Würgegriff der Notenbanken

Die Kapitalmarktakteure fieberten den im Dezember anstehenden Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank sowie der US-Notenbank Fed regelrecht entgegen und ersuchten, sich im Vorfeld entsprechend zu positionieren. Der Konsens unter den Marktteilnehmern sah in der Eurozone ein weiteres Öffnen der bereits sperrangelweit offenstehenden Geldschleusen vor, zumal Mario Draghi die Märkte nach allgemein vorherrschender Auffassung bereits vollmundig darauf vorbereitet hatte.
Andererseits wurde erwartet, dass der Offenmarktausschuss der Fed in seiner Sitzung am 15. und 16.12.2015 die erste Zinserhöhung seit rund 7 Jahren beschließen wird. Die vom Markt erwartete Ausweitung des Anleihekaufprogramms der EZB in der Anfang Dezember stattfindenden Sitzung des Offenmarktausschusses blieb zur Enttäuschung der Marktteilnehmer zwar aus, was Gewinnmitnahmen bei Aktien sowie beim US-Dollar nach sich zog. Allerdings dürfte es lediglich eine Frage der Zeit sein, bis die EZB weitere Liquidität in die Märkte schleust.
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