Hochsaison fur Crashpropheten

Die Indizes haben ihre Allzeithochs verlassen, die Druckmaschinen der Notenbanken fahren auf Hochtouren und verschiedene Indikatoren lassen keinen Zweifel zu, dass amerikanische Aktien relativ hoch bewertet sind. Mit anderen Worten – die Stunde der Crashproheten wird bald wieder schlagen. Warum stellt sich überhaupt jemand in die Mitte eines Marktplatzes, nichts anderes ist die Börse, und malt den Untergang der laufenden Hausse in den düstersten Farben? In aller Regel lautet die Erklärung: Um Geld zu verdienen!
Die Masche der Börsen-Wahrsager
Es gibt viele Arten sein Geld an der Börse zu verdienen. Mit der Angst der Marktteilnehmer, insbesondere der Privatanleger, zu spielen, ist nicht gerade die schwierigste und edelste, um es höflich zu formulieren. Die Marktschreier kommen aus allen Richtungen der Branche. Sie verkaufen Börsenbriefe, Reports, Bücher und ein paar Vermögensverwalter sind auch dabei. Die Kernaussage klingt bei allen sehr ähnlich: Nur mein Börsenbrief, mein Buch, meine Art der Anlage kann das Volk vor großen finanziellen Verlusten schützen. Nun muss das Volk natürlich auch wissen, warum ausgerechnet jetzt eine große Gefahr droht. Oder nicht?
Die goldene Regel
Was müssen Sie tun, wenn Sie es als Crashprophet oder sogar Verschwörungstheoretiker, die Königsklasse der Schwarzseher, weit bringen möchten? Beherzigen Sie die eine goldene Regel, quasi das Fundament des Erfolgs: Nennen Sie niemals ein genaues Datum! Bestenfalls bestimmen Sie nicht mal einen groben Zeitraum. Die Angst darf nicht von einem Moment auf den nächsten schwinden, Sie ist Ihr wichtigstes Instrument. Erleichterung, weil dieses oder jenes Ereignis nicht eingetreten ist, wäre da völlig fehl am Platz.
Diesen Fehler hat der gute alte Nostradamus begangen, als er den Weltuntergang zur Jahrtausendwende vorhersah. Fehlalarm. Wenigstens hat er die Schande selber nicht mehr miterleben müssen. Im Gegenteil, nach Ihrer Theorie muss die Wahrscheinlichkeit eines Armageddon mit der Zeit immer höher werden, bis es, zumindest theoretisch, unausweichlich wird. Während dieser Spanne beschreiben Sie das Szenario in unterschiedlichen Varianten, getreu dem Motto: Es wird jeden erwischen, Flucht ist unmöglich. Fast zumindest, denn ein Pfad führt natürlich zum Licht, nämlich ihrer.
Continue reading

DAX 10.000 ! Kommt Ihnen das bekannt vor?

DAX über 10.000 Punkte! Diese Schlagzeile gab es am 5. Juni 2014 erstmals. Und exakt da ist
der Deutsche Aktienindex am 7. Oktober 2015 erneut gelandet. Nur der Vollständigkeit halber:
Am 5. Dezember 2014 und am 15. Januar 2015, sowie am 28. August 2015 haben wir ebenfalls
die 10.000 Punkte überschritten. Ein harter Kampf an der allenfalls psychologisch wichtigen
Marke. Interessanterweise sehen wir den aktuellen Anstieg inmitten einer globalen Diskussion
um schwächeres Weltwirtschaftswachstum, einem unklaren chinesischen Wachstumspfad und
unklaren Zinssignalen aus den USA.
Bezeichnenderweise lässt sich ein Wendepunkt jüngst an dem Tag ausmachen, an dem der DAX auf die schwachen Wirtschaftszahlen aus den USA innerhalb einer Sekunde empfindlich negativ reagiert, um dann zu realisieren, dass damit die FED für weitere Stimulanzien sorgen sollte.
DAX10
Continue reading

Kommentar zur aktuellen Lage

Die aktuelle Lage – Wie ist unsere Meinung?

…um es direkt am Anfang auf den Punkt zu bringen:

  1. Ruhe bewahren und Nerven behalten!
  2. Prozyklisches Verhalten ist die größte Quelle für Fehler an der Börse!
  3. Börse ist eine „massenpsychotische“ Veranstaltung, Übertreibungen sind immer möglich.
  4. Die Leitplanken zur Orientierung an der Börse sind die Bewertungen.
  5. Sonderangebote an der Börse zum Kauf nutzen (…und nicht zum Verkaufen)!


1. Ruhe bewahren und Nerven behalten in der aktuellen Situation – eine Bestandsaufnahme:

Der August entpuppt sich erneut als schwieriger Börsenmonat. Früher hatte man Angst vor dem Oktober, dann folgte der September, seit einigen Jahren erfolgen die Einbrüche im August.
Continue reading

Aktuelles vom KR Fonds Deutsche Aktien Spezial

Im April war mit -1,61% Monatsrendite ein Rückgang zu verzeichnen, der nicht im Zusammenhang mit der allgemeinen Marktentwicklung (CDAX: -3,86%), sondern mit einem unserer Übernahmekandidaten zu sehen ist: Auf die überraschende Ankündigung einer Sonderuntersuchung bei Joyou reagierte der Kurs des zuvor als solider Wachstumstitel angesehenen Badausrüsters mit einem Absturz um gut zwei Drittel auf ca. 5 €. Allerdings ist das tatsächliche Ausmaß der Unregelmäßigkeiten in den chinesischen Tochtergesellschaften unklar. Daher gehen die Einschätzungen der Marktteilnehmer auch weit auseinander. Außerdem stellt sich hier die Frage, wie der japanische Großaktionär LIXIL (72,3% der Aktien) sich positioniert, der erst 2013 nach eingehender Due Diligence die Mehrheit übernommen und ein Angebot zu 12,16 € je Aktie abgegeben hatte.
Erfreulichere Nachrichten gibt es aus zwei abgeschlossenen Spruchverfahren zu laufenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen: Die Abfindung wurden bei Sumida (ehem. Vogt Electronic) von 7,77 € auf 8,26 € und bei MME Moviement von 7,00 € auf 8,63 € nachträglich erhöht (jeweils zuzüglich gesetzlicher Verzinsung). Außerdem wurde in beiden Fällen auch die jährliche Ausgleichszahlung  („Garantiedividende“) angehoben. Bei Sumida hatten wir 2010 die Abfindung angenommen und realisieren ein dementsprechend gebuchtes Nachbesserungsrecht mit Gewinn. In Bezug auf die Garantiedividenden sind spätere Nachbesserungen ohnehin in voller Höhe ertragswirksam.
Bei unserem BuG-Wert GSW haben wir aufgrund der positiven Kursentwicklung die Hälfte des Bestands im Rahmen des bestehenden Umtauschangebot dem Großaktionär Deutsche Wohnen angedient, auch hier entsteht dem Fondsvermögen ein neues Nachbesserungsrecht, da das Umtauschverhältnis ebenfalls unter dem Vorbehalt der gerichtlichen Überprüfung steht.
Trotz des Rückganges im April liegt der Fonds seit Jahresbeginn mit einem Zuwachs von +4,8% im gewünschten Rahmen. Die Korrelation zu deutschen Aktien liegt bei sehr niedrigen 0,0287.
KR_Fonds_-_Volatilität_im_Vergleich
Damit eignet sich der KR Fonds Deutsche Aktien Spezial -A- WKN A1JJ60 optimal als konservativer Aktienfonds-Baustein für jedes Portfolio.

Quelle: Plan F Research, Knoesel & Ronge